Schwerpunkte

Offenes Arbeiten

Wir leben unseren Alltag in der Reformpädagogik als "offener Kindergarten".
Wir sehen es als Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen wir die Kinder individuell unterstützen, ihrem Entwicklungsstand entsprechend fördern und sie bestmöglich begleiten können. Grundvoraussetzung ist, dass jedes Kind eine Stammgruppe als "Nest" hat.

In einer Atmosphäre der Achtsamkeit und Wertschätzung fließt individuelle Begleitung und Portfolio-Arbeit mit ein und wir bieten den Kindern ganzheitliche Bewegungsimpulse.

Im PädagogInnenteam gibt es täglich Planungsabsprachen. Dabei werden Informationen und Beobachtungen ausgetauscht und weitergegeben. Wöchentlich wird auch eine PädagogInnen-Besprechung durchgeführt, bei der pädagogische Fachthemen oder auch Festgestaltungen besprochen werden. Jedes Monat gibt es ein gemeinsames Teamgespräch, bei dem das ganze Team des Kindergartens anwesend ist. Dabei werden Neuerungen und Planungen ausgetauscht und Projekte besprochen.

Das Portfolio im Kindergarten

Eine Möglichkeit, die rasanten Entwicklungsschritte des Kindes festzuhalten und so rückblickend noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt reflektieren zu können, ist das Portfolio.
Portfolio im Kindergarten ist eine Methode der Entwicklungsdokumentation. Die Portfolioseiten dokumentieren, wie sich das Kind entwickelt, wo es Stärken und Talente hat, wo es eventuell Hilfen und Förderungen brauchen könnte und wo alles wie von selbst den richtigen Weg gehen kann.

Die Portfolio-Arbeit ist für jedes einzelne Kind eine Methode des Festhaltens und vor allem des Sichtbarmachens.
Wichtigste Aussage jedes Portfolios: So wie du bist, bist du richtig!

Generelle Regeln für die Portfolioarbeit:

  • Wir schreiben es so auf, wie es das Kind sagt.
  • Wenn ein Bild mehr als 1000 Worte sagt - Dokumentation mit Bildern.
  • Das Portfolio ist für alle da - auch die Familie wird in die Portfolioarbeit miteinbezogen.
  • Portfolio ist eine persönliche Präsentation - wir zeigen daher das Portfolio eines Kindes nur, wenn das Kind vorher um Erlaubnis gefragt wurde.

Bewegungsangebote

"Sowohl Basiskompetenzen als auch kognitive und sprachliche Kompetenzen entwickeln Kinder im Vorschulalter zum größten Teil durch Bewegung und auf der Grundlage von Bewegung. Durch Bewegungshandeln lernen Kinder sich selbst, ihre Umwelt und ihre Bezugspersonen kennen. Durch Bewegung lernen sie, etwas zu bewirken und erhalten Rückmeldungen über das, was sie können, über Erfolg und Misserfolg. Im Handeln und Bewegen lernen sie, zu lernen."
(Zimmer, 2004, S. 14)

Dieses Zitat spiegelt sehr gut unser Verständnis über die Bedeutung von Bewegung im Kleinkindalter wider. Für unser Haus ist Bewegung ein sehr wichtiger Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Bewegung stellt die erste und wichtigste Kommunikationsform des Menschen dar. Jede Bewegungshandlung ist gleichzeitig auch Kontaktaufnahme mit der Umwelt und immer mit Erfahrungen am eigenen Körper verbunden. Das Kind entdeckt durch Bewegung und mit Hilfe seiner Sinne die Welt.
In den ersten sechs Lebensjahren verspürt das Kind einen besonders starken Betätigungs- und Bewegungsdrang. Es will sich selbst und die Welt mit allen Sinnen durch selbsttätiges Erproben und Experimentieren entdecken.

Wir wollen den Kindern diese wertvollen Erfahrungen ermöglichen, indem wir ihnen Zeit, Raum sowie eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewegungsangeboten in unterschiedlichen Kontexten anbieten:

  • Bewegungsangebote in den Gruppenräumen, z. B. Hindernisparcours mit Möbel, Bewegungsspiele, Tänze etc.
  • Bewegungseinheiten und freies Bewegen im Bewegungsraum
  • Bewegungslandschaften im Bewegungsraum
  • Bewegungsangebote und Spiele im Garten
  • Naturtage (für Kinder im letzten Kindergartenjahr)
  • Rodeln im Winter
  • Ausflüge: Park, Spielplatz, Bauernhof etc.